Antihypertonika (allgemein)

Betroffene Wirkstoffe und Arzneimittel

Wirkstoffname Handelsname Betroffene Mikronährstoffe
Beta-Blocker  Beloc, Tenormin Magnesium
Vitamin D
L-Arginin
Coenzym Q10
Calcium
Pycnogenol
ACE-Hemmer Enac, Hypren
AT1-Blocker Atacand, Blopress
Calciumantagonisten Verapabene, Isoptop
Thiazide Fludex

Speziell betroffene Wirkstoffe und Arzneimittel

Wirkstoffname Handelsname Betroffene Mikronährstoffe
Calciumantagonisten  Isoptin, Nifedibene Calcium

Mechanismus der Wechselwirkung

Mechanismus der Wechselwirkung
Magnesium Magnesium ist ein natürlicher Calciumantagonist und wirkt dadurch gefäßerweiternd und blutdrucksenkend. Es kommt zu einer Verbesserung der kardialen Bioenergetik und die Bioverfügbarkeit von NO wird erhöht.
Vitamin D Vitamin D schränkt die Aktivität des Renin-Angiotensin-Systems ein. Dies führt zu einer Unterstützung der antihypertensiven Behandlung.
L-Arginin Die Bioverfügbarkeit von NO steigt durch die Gabe von L-Arginin als dessen Vorstufe. Es kommt zu einer Vasodilation. Ebenso sinken die Muskelzellproliferation, die Plaquebildung, die Thrombozytenaggregation und die Monozytenadhäsion.
Coenzym Q10 Antihypertonika wie z.B. Metoprolol stören die Coenzym-Q10-abhängigen mitochondrialen Energiestoffwechsel. Daraus folgt eine Beeinträchtigung der kardialen Bioenergetik.
Calcium Eine vor allem parenterale Therapie mit Calcium führt bei gleichzeitiger Anwendung von Calciumantagonisten zu deren Wirkverlust.
Pycnogenol Aufgrund seiner antioxidativen und antientzündlichen Eigenschaft erhöht Pycnogenol die Bioverfügbarkeit von NO und die damit verbundene Aktivität der endothelialen NO-Synthase.

Folgen und mögliche Symptome der Wechselwirkung

Negative Folgen der Interaktion Mögliche Symptome
Coenzym Q10 Abfall der Coenzym-Q10-Spiegel
  • Müdigkeit, Schwäche
  • Muskelschwäche und -schmerzen
  • Störungen der kardialen Bioenergetik, endotheliale Dysfunktionen
  • Erhöhtes Risiko für Morbus Alzheimer, Tumore, Morbus Parkinson
  • Erhöhte Laborparameter für nitrosativen Stress
Calcium Abfall der blutdrucksenkenden Wirkung
  • Anstieg des Blutdrucks
Positive Folgen der Interaktion Mögliche Symptome
Magnesium Synergie mit Antihypertensiva
  • Blutdrucksenkung wird unterstützt
  • Die Verluste, die sich zusätzlich durch Kombinationen mit Diuretika ergeben, werden ausgeglichen
  • Positiver Einfluss auch auf Herzrhythmus, Schlafstörungen, Reizbarkeit und Nervosität
Vitamin D Synergie mit Antihypertensiva
  • Blutdrucksenkung wird unterstützt
L-Arginin Synergie mit Antihypertensiva
  • Blutdrucksenkung wird unterstützt
Pycnogenol Blutdrucksenkende Wirkung wird erhöht
  • Thromboxan-A2- und Endothelin-1-Spiegel werden gesenkt
  • Mikrozirkulation wird verbessert
  • Endothel -und koronarprotektiv
  • Bedarf an Antihypertensiva wird erniedrigt

Empfohlene Supplementierung

Arzneistoff Empfohlene Supplementierung Dosierung
Antihypertensiva Magnesium 400 mg/d p.o.
Vitamin D 3000 I.E./d p.o.
L-Arginin 2-3 x tgl. 2 g/d p.o.
Coenzym Q10 100 mg/d p.o.
Pycnogenol 100-300 mg/d p.o.

Besondere Einnahmehinweise

Einnahmemodus
L-Arginin L-Arginin kann mit Superoxidradikalen reagieren und dadurch nitrosativen Stress auslösen. Daher ist eine Kombination mit Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q10, Folsäure und Vitamin B12 zu empfehlen.
Coenzym Q10 CAVE: Auch das lokal angewendete Timolol kann systemische Nebenwirkungen auslösen. Auch hier ist an eine Coenzym-Q10-Supplementierung denken.
Calcium Bei gleichzeitiger Anwendung ist dringend ärztliche Kontrolle heranziehen.
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