Nikotinabusus

Mikronährstofftherapie

Rauchen erhöht die oxidative Stressbelastung des Körpers
Die mutagenen, kanzerogenen und degenerativen Eigenschaften von Nikotin und Zigarettenrauch können teilweise durch den erhöhten oxidativen Stress erklärt werden, welchem Raucher ausgesetzt sind. Oxidativer Stress entsteht, wenn mehr freie Radikale anfallen, als adäquat durch die vorhandenen antioxidativen Systeme neutralisiert werden können. Mittlerweile legen zahlreiche epidemiologische und klinische Studien nahe, dass freie Radikale und oxidativer Stress einen wichtigen Faktor bei der Entstehung degenerativer Erkrankungen darstellen. Insbesondere für die Entstehung arteriosklerotischer Prozesse, Krebs, rheumatischer Erkrankungen, neurodegenerativer Erkrankungen, diabetischer Angiopathien oder von Katarakten werden oxidative Prozesse verantwortlich gemacht.
 
Antioxidantien zuführen
Rauchen ist häufig mit einem reduzierten Vitamin-C-Spiegel assoziiert, daher sollten Raucher auf eine regelmäßige und ausreichend hohe Zufuhr an Vitamin C achten. Als weitere wichtige Antioxidantien zum Ausgleich der erhöhten oxidativen Belastung eignen sich Selen, Vitamin E und pflanzliche Polyphenole.

Selen ist als Bestandteil der Glutathionperoxidase ein wichtiger Bestandteil der antioxidativen Abwehr. Dieses Enzym existiert in vier verschiedenen Isoenzymformen, die in unterschiedlichen Geweben aktiv sind. Diese selenhaltigen Enzyme katalysieren die Wasserstoffübertragung von Glutathion auf freie Peroxide und verhindern dadurch Schäden auf subzellulärer und zellulärer Ebene. Aufgrund seiner antioxidativen Funktionen kann Selen in der Frühphase einer Krebsentstehung protektiv eingreifen. Die oxidative Aktivierung prokanzerogener Verbindungen können minimiert und DNA-Veränderungen verhindert werden. Epidemiologische Daten und klinische Studien weisen immer deutlicher darauf hin, dass eine Erhöhung der Selenzufuhr hemmende Effekte in der Initialphase tumorgenerischer Prozesse aufweist.

Polyphenole aus Grüntee (EGCG) weisen stark hemmende Effekte auf das karzinogene Potential von Nikotin auf und können entzündliche Prozesse in rauchinduzierten Emphysemen abschwächen. Vor allem das Lungengewebe wird durch die Supplementierung mit EGCG geschützt. Eine Interventionsstudie an Rauchern zeigte, dass regelmäßiger hoher Konsum von grünem Tee zu einer Reduzierung der oxidativen Schäden führt und damit einen Schutz vor Erkrankungen darstellt, die auf erhöhten oxidativen Stress durch Rauchen und Nikotin zurückzuführen sind.

Auch oligomere Proanthocyanidine (OPC), wie im Pinienrindenextrakt Pycnogenol oder im Traubenkernextrakt vorkommend, zeigen ein hohes antioxidatives Schutzpotential, insbesondere gegenüber reaktiven Sauerstoff- und Stickstoffspezies. In-vitro-Studien zeigen, dass Pycnogenol® in seinen antioxidativen Eigenschaften um ein Vielfaches wirksamer ist als Vitamin C und Vitamin E und außerdem oxidiertes Vitamin C recyceln und Vitamin E regenerieren kann.
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