Fruktosemalabsorption

Mikronährstofftherapie

 Fruchtzuckerverdauung erleichtern – Enzyme zuführen
Der intestinalen Fruktosemalabsorption liegt eine gestörte Funktion des Transportproteins GLUT 5 in der Dünndarmschleimhaut zugrunde, sodass mit der Nahrung zugeführte Fruktose nicht ausreichend resorbiert wird. Sie gelangt in untere Darmabschnitte, wo der enzymatische Abbau der Fruktose durch die Darmbakterien zu Gasbildung und Diarrhoen führt.

Das Enzym Xylose-Isomerase (XI) kann Fruktose aus Lebensmitteln in leicht verwertbare Glukose umwandeln. Durch die diätetische Zufuhr von XI werden der Fruktoseabbau gefördert und die Fruktosemenge im Dünndarm reduziert und damit die Symptome der Fruktosemalabsorption gelindert.
 
 Entzündung hemmen
Zink und Vitamin C sind eng mit Immun- und Heilungsprozessen assoziiert und fördern die Wiederherstellung einer gesunden Darmmukosa.

Grünteeextrakt kann durch seine adstringierende Wirkung die Permeabilität der Darmmukosa für Antigene verringern und das Eindringen von Antigenen und pathogenen Keimen verhindern. Das enthaltene Epigallocatechin-3-Gallat fungiert als starker Elektronendonator und ist ein wirkungsvolles Antioxidans im Entzündungsprozess. Diese Effekte konnten sowohl im Dünndarm als auch im Dickdarm nachgewiesen werden.

Kamillenextrakt stärkt durch seine antiphlogistischen und granulationsfördernden Eigenschaften den Heilungsprozess.
 
 Darmschleimhaut aufbauen
L-Glutamin spielt eine zentrale Rolle beim Aufbau und bei der Erhaltung von Zellsystemen. Zellen mit hohen Teilungsraten, wie die Zellen des Immunsystems und die Mukosazellen des Dünndarms, sind auf eine ausreichende Versorgung mit der Aminosäure Glutamin angewiesen. Außerdem ist L-Glutamin als Präkursor der Glutathionbiosynthese eine zentrale Komponente zur Erhaltung des antioxidativen Status.
 
 Mikronährstoffdefizite ausgleichen
Durch Resorptionsstörungen kommt es bei Fruktosemalabsorption häufig zu Defiziten bei den Mikronährstoffen Zink, Vitamin B6, Pantothensäure und Folsäure. Beeinträchtigungen des Serotoninstoffwechsels aufgrund einer eingeschränkten Aufnahme von L-Tryptophan können zudem zu depressiven Verstimmungen, Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen führen.

Laboruntersuchung

Mögliche Laboruntersuchung (Labor GANZIMMUN) Detailinformation
H2-Atemtest Zuverlässige und nicht invasive Methode zur Ermittlung von Fruktose-, Laktose- und Sorbitintoleranzen Kohlenhydratintoleranzen 
ALDOB und LCT-Gen Molekulargenetische Untersuchung zum Nachweis der genetisch bedingten Fruktose- bzw. Laktoseintoleranz Kohlenhydratintoleranzen 
Bakterielle Spaltungsaktivität Zeigt ein vermehrtes Vorkommen von Zucker im Kolon an Kohlenhydratintoleranzen 
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