Vitamin-K-Antagonisten und Heparine

Mechanismus der Wechselwirkung

Mechanismus der Wechselwirkung
Vitamin K Hier kommt es zu einem direkten Antagonismus. Vitamin K ermöglicht die Carboxylierung von Glutamylresten, was zu einer Aktivierung von Gerinnungsfaktoren und Knochenproteinen führt. Vitamin-K-Antagonisten wie Warfarin hemmen diesen Prozess.
Coenzym Q10 In vitro kommt es durch die strukturelle Verwandtschaft zwischen Coenzym Q10 und Menachinon (Vitamin K2) zu einer Beeinträchtigung in der Vitamin-K-Antagonistenwirkung. Da Vitamin K an der Synthese und Aktivierung diverser Gerinnungsfaktoren beteiligt ist, kann Coenzym Q10 die Wirkung von blutverdünnenden Medikamenten herabsetzen, wodurch eine höhere Dosis eingenommen werden muss.
Omega-3-Fettsäuren Bei Langzeiteinnahme können Omega-3-Fettsäuren regulierend in den Omega-6-Fettsäure-Arachidonsäurestoffwechsel eingreifen und dadurch die Plättchenaggregation und die Bildung von TXA2 vermindern. Außerdem werden die Spiegel des plasmatischen Faktors VII und des Fibrinogenes gesenkt.
Calcium/Vitamin D Bei langfristiger Gabe (15000 I.E. über drei Monate unfraktioniertes Heparin) steigt das Osteoporoserisiko. Die Osteoblastenproliferation sinkt und der Parathormonspiegel sowie die Knochenresorption steigen an.

Folgen und mögliche Symptome der Wechselwirkung

Negative Folgen der Interaktion Mögliche Symptome
Vitamin K Abfall des Vitamin-K-Spiegels
  • Erhöhte Blutungsneigung,
  • Störung des Knochenaufbaus, Abnahme der Knochendichte, Abnahme des Osteocalcinspiegels, Osteoarthritis
  • Erhöhte Ca-Ausscheidung begünstigt Arteriosklerose
  • Erhöhtes Risiko für Wirbel- und Rippenfrakturen bei Langzeiteinnahme (>12 Monate)
Coenzym Q10 Senkung der antikoagulativen Wirkung
  • Verminderung der Arzneimittelwirkung bei sehr hohen Dosen in vitro
Calcium/Vitamin D Spiegel fallen ab
  • Spontanfrakturrisiko steigt
Positive Folgen der Interaktion Mögliche Symptome
Omega-3-Fettsäuren Steigerung der antikoagulativen Wirkung
  • Verringerung des Bedarfs an Warfarin bzw. Phenprocoumon

Empfohlene Supplementierung

Arzneistoff Empfohlene Supplementierung Dosierung
Vitamin-K-Antagonisten Omega-3-Fettsäuren 1000 mg/d p.o.
Vitamin K2 100 µg/d p.o.
Heparine Calcium 500-1000 mg/d p.o.
Vitamin D 2000-4000 I.E./d p.o.

Besondere Einnahmehinweise

Einnahmemodus
Omega-3-Fettsäuren Es ist eine genaue Kontrolle der INR-Werte ratsam.

Referenzen

Referenzen

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