Übersäuerung (Bindegewebs-Azidose)

Mikronährstofftherapie

Überschüssige Säure ausscheiden
Bei einer latenten Azidose können die anfallenden überschüssigen Säuren nur mehr langsam neutralisiert werden und es kommt zur Anreicherung im Bindegewebe. Dies führt zur Entstehung einer Bindegewebsazidose. Obwohl dieser Zustand und die damit verbundene Entmineralisierung nicht den gleichen pathogenen Faktor wie eine manifeste Azidose aufweist, geht eine teilweise massive Abnahme der Basen-Puffer-Reserven oft mit Konzentrationsschwäche, Allergien, chronischer Müdigkeit, entzündlichen Schleimhautveränderungen, Muskel- und Gelenksbeschwerden, rheumatischen Beschwerden und anderen spezifischen und unspezifischen Symptomen einher.
 
Mikronährstoffdefizite ausgleichen
Calciumverluste durch latente Azidosen können sich negativ auf die Knochengesundheit auswirken. Die vermehrte Freisetzung von Knochenmineralstoffen beruht auf einer Abnahme des intrazellulären pH-Wertes und führt zu einer negativen Calciumbilanz und zur Abnahme der Knochenmineraldichte. Dadurch wird zusätzlich eine Hyperkalziurie begünstigt, welche die Neigung zu Nierensteinen verstärken kann.

Empfohlene Dosierung

Mikronährstoff Empfohlene Tagesdosis
 Calcium 400 - 600 mg/d
 Magnesium 200 - 400 mg/d (in Citratform)
 Kalium 2500 - 5000 mg/d (in Citratform)

Laboruntersuchung

Mögliche Laboruntersuchung (Labor GANZIMMUN) Detailinformation
Säure-Basen-Tagesprofil Säure-Basen-Titration nach Sander. Urinmessmethode zur Beurteilung des Säure-Basen-Status und der Pufferkapazität der Harnprobe.  Säure-Basen-Regulation
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