Müdigkeit und Erschöpfung

Mikronährstofftherapie

Mikronährstoffdefizite ausgleichen
Eine regelmäßige, ausgewogene Mikronährstoffbasisversorgung schließt mögliche Nährstofflücken und unterstützt die körpereigenen Regulationsmechanismen und Stoffwechselabläufe.

Insbesondere der Status an Zink, Jod und Selen ist häufig vermindert. Zink ist wichtig für die Wundheilung, für die Gesunderhaltung der Schleimhäute und verbessert die Immunabwehr. Selen ist Teil eines selenhaltigen Enzyms, welches die Wasserstoffübertragung von Glutathion auf freie Peroxide katalysiert und dadurch auf subzellulärer und zellulärer Ebene verhindert. Jod ist essentiell für die Aufrechterhaltung der Schilddrüsenfunktion und somit an der Regulation von Sauerstoff- und Energieumsatz beteiligt, beeinflusst den Stoffwechsel etlicher Hormone und reguliert den Wärmehaushalt. Zudem steuert es die Organentwicklung, das Wachstum sowie die Lipolyse und Glykogensynthese.

Obwohl Vitamin D3 mittels UV-Licht in der Haut gebildet werden kann, zeigen Untersuchungen (Österreichischer Ernährungsbericht 2012), dass im Jahresdurchschnitt 30 - 45 % der Erwachsenen und über 60 % der Kinder und Senioren den angestrebten Vitamin-D-Spiegel von 50 nmol/l nicht erreichen – in den Wintermonaten ist sogar mit höheren Abweichungen zu rechnen. Aufgrund der umfassenden physiologischen Funktionen von Vitamin D steht ein Vitaminmangel neben dem Auftreten allgemeiner Erschöpfungssymptome auch in Zusammenhang mit erhöhter Infektanfälligkeit, gesteigerter Allergiehäufigkeit, verminderter Knochendichte und vielen anderen Erkrankungen.

Auch Vitamin B12 zählt, vor allem bei älteren Personen, zu den kritischen Vitaminen. Vitamin B12 und Folsäure sind für die Biosynthese von DNA und RNA notwendig und damit für alle Wachstums- und Zellteilungsvorgänge unabdingbar.
 
Energie zuführen
Die Guaranapflanze wird zu den Koffeindrogen gerechnet und als Psychostimulans oder Psychotonikum präventiv und therapeutisch eingesetzt. Hauptangriffspunkt des natürlich enthaltenen Koffeins ist das Zentralnervensystem, wo es direkt und weitläufig anregend wirkt und die Stimmungsparameter verbessert. Nach neuesten Studien ist dies nicht allein auf die Aktivität des Koffeins zurückzuführen, da Guarana in niedrigen Dosierungen (bis 100 mg) stärkere Wirkung auf beispielsweise kognitive Parameter entfaltet als in höheren Mengen. Für Ginseng konnten beim Menschen ähnliche psychoaktive Effekte nachgewiesen werden.

Coenzym Q10 ist essentiell für die Elektronenübertragung in der mitochondrialen Atmungskette zur Energiegewinnung (ATP). Außerdem trägt es zur Stabilisierung der Zellmembranen und zur Erhöhung der Membranfluidität und -vitalität bei. Die Coenzym-Q10-Spiegel nehmen im Alter ab und es können Defizite entstehen. Suboptimale Abläufe im Citratzyklus der Mitochondrien führen zu einer unzureichenden Bereitstellung von biochemischen Energieformen und können damit zu Müdigkeit und Schwächesymptomen führen.
 
L-Carnitinmangel ausgleichen
Die vitaminähnliche Verbindung L-Carnitin wird vor allem in der Skelettmuskulatur und im Herzmuskel benötigt, da es am oxidativen Abbau langkettiger Fettsäuren und der daraus resultierenden Energiefreisetzung beteiligt ist. Hierbei fungiert das L-Carnitin als Transportmolekül, das die aktivierten Fettsäuren in die Mitochondrien schleust, wo die Beta-Oxidation stattfindet. L-Carnitin ist damit ein entscheidender Faktor für die Energieversorgung und die körperliche Leistungsfähigkeit. Carnitinmangelzustände treten häufig in Folge von Erkrankungen mit einer eingeschränkten Eigensynthese auf (wie bei Leberzirrhose, Niereninsuffizienz) oder durch eine gesteigerte renale Ausscheidung (wie bei Diabetes mellitus, Medikamenteneinnahme). Zu den ersten unspezifischen Anzeichen einer Carnitinunterversorgung zählen verminderte Leistungsfähigkeit, rasches Ermüden, Fetteinlagerungen im Gewebe und erhöhte Blutfettwerte.

Laboruntersuchung

Mögliche Laboruntersuchung (Labor GANZIMMUN) Detailinformationen
Histamin im Stuhl Abklärung einer Histaminunverträglichkeit Histaminintoleranz
Analyse organischer Säuren Sensitives massenspektrometrisches Verfahren zur frühzeitigen Diagnose einer vermehrten Ansiedelung pathogener Mikroorganismen im Darm Organix-Dysbiose
adrenaler Stressindex Untersuchung der Konzentrationen des Stresshormons Cortisol im Tagesverlauf sowie von DHEA am Morgen und 12 h nach dem Aufwachen Stresshormone und Neurotransmitter
PEA Bestimmung von Beta-Phenylethylethylamin im Urin -
Reverse T3 Bestimmung des reverse T3 (rT3) als biologisch inaktiver Metabolit des Schilddrüsenhormons Triiodthyronin (T3) Reverse T3
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