| Stoffwechselerkrankung Pyrrolurie: Kryptopyrrolurie - Hämopyrrollaktamurie |
Ursachen und klinische Relevanz der Pyrrolurie werden nach wie vor kontrovers diskutiert. Nach Schätzungen sind 5 - 10 % der Menschen von der facettenreichen Erkrankung betroffen. Bei der Pyrrolurie kommt es im Zuge der Hämsynthese zu einem vermehrten Anfall von Pyrrolen im Organismus, sodass diese nicht mehr wie bei Gesunden über den Stuhl ausgeschieden werden, sondern auch als Kryptopyrrol (KPU) oder Hämopyrrollaktam (HPU) im Urin nachweisbar sind. Nach der Hypothese von einem der wichtigsten KPU-Vertreter, Dr. Carl C. Pfeiffer, werden „überschüssige“ Pyrrole an Pyridoxalphosphat (Vitamin B6) komplexiert und mit Zink chelatiert vermehrt im Urin ausgeschieden, wodurch der Körper an Vitamin B6 und Zink verarmt.
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| Zink- und Vitamin-B6-Mangel ausgleichen |
| Um einer Verarmung des Körpers an Vitamin B6 und Zink entgegenzuwirken, sollten die Mikronährstoffe dauerhaft zugeführt und die Nährstoffspiegel regelmäßig labordiagnostisch überwacht werden. Für eine optimale Verfügbarkeit von Vitamin B6 sollte bei der Zufuhr auf die aktivierte Form des Vitamins (Pyridoxal-5-Phosphat (P5P) geachtet werden. |