Lithium

Betroffene Wirkstoffe und Arzneimittel

Wirkstoffname Handelsname Betroffene Mikronährstoffe
Lithium

Quilonorm
Priadel
Lithiofor

Natrium
Jod

Mechanismus der Wechselwirkung

Mechanismus der Wechselwirkung
Natrium Es kommt bei erhöhter Aufnahme von Natrium in Form von Kochsalz zu einer verminderten Wirkung von Lithium. Die renale Ausscheidung wird dadurch erhöht. Aufgrund des gleichen Rückresorptionskanals von Natrium und Lithium kann es andererseits auch bei zu geringer Natrium- und Flüssigkeitsaufnahme zu einer Lithiumintoxikation kommen.
Jod Vor Beginn einer Lithiumtherapie ist die Schilddrüsenfunktion zu überprüfen, da die Aufnahme von Iodid in die Zellen durch Lithium blockiert wird. Triiodthyronin und Levothyroxin werden durch Adenylatcyclasehemmung nicht freigesetzt. Liegt eine schlechte Jodversorgung vor, so ist während einer Lithiumtherapie die Schilddrüse nur in der Lage, unter Strumabildung genügend Hormone zu bilden.

Folgen und mögliche Symptome der Wechselwirkung

Negative Folgen der Interaktion Mögliche Symptome
Natrium Wirkverlust bzw. Intoxikation
  • Weniger Wirkung im ZNS
  • Krämpfe
  • Erbrechen
  • Muskelschwäche
  • Herzrythmusstörungen
Jod Aufnahmestörung
  • Hypothyreose
  • Strumabildung

Referenzen

Referenzen

Gröber, U. Mikronährstoffe: Metabolic Tuning – Prävention – Therapie, 3. Auflage. Stuttgart: WVG Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 2011.

Gröber, U. Arzneimittel und Mikronährstoffe: Medikationsorientierte Supplementierung, 3. aktualisierte und erweiterte Auflage. Stuttgart: WVG Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 2014.

Lazarus, J. H. 1998. The effects of lithium therapy on thyroid and thyrotropin-releasing hormone. Thyroid. 8(10):909-13.

Spaulding, S. W. et al. 1977. Effect of increased iodide intake on thyroid function in subjects on chronic lithium therapy. Acta Endocrinol. 84(2):290-6.

Stargrove, M. B. et al. Herb, Nutrient and Drug Interactions: Clinical Implications and Therapeutic Strategies, 1. Auflage. St. Louis, Missouri: Elsevier Health Sciences, 2008.

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