Kaliumsparende Diuretika

Betroffene Wirkstoffe und Arzneimittel

Wirkstoffname Handelsname Betroffene Mikronährstoffe
Spironolacton Spirobene, Spirohexal Kalium
Zink
Amilorid Amilostad, Moduretic
Triamteren Dytide H

Speziell betroffene Wirkstoffe und Arzneimittel

Wirkstoffname Handelsname Betroffene Mikronährstoffe
Triamteren  Dytide H Folsäure

Mechanismus der Wechselwirkung

Mechanismus der Wechselwirkung
Kalium Spironolacton als Aldosteronantagonist blockiert das Eindringen von Aldosteron in den Zellkern. Die aldosteroninduzierte Proteinbildung findet nicht ausreichend statt und daraus folgt eine verminderte Natriumresorption sowie eine Erniedrigung der Kaliumexkretion.
CAVE: Bei unkontrollierter Selbstmedikation mit Kalium kommt es zu einem Anstieg des Kaliumspiegels.
Folsäure Die Resorption und Bioverfügbarkeit von Folsäure wird durch die folsäureantagonistische Wirkung von Triamteren verringert.
Zink Die durch den Urin ausgeschiedene Menge an Zink wird durch kaliumsparende Diuretika erhöht.

Folgen und mögliche Symptome der Wechselwirkung

Folgen der Interaktion Mögliche Symptome
Kalium Anstieg des Kaliumspiegels
  • Hyperkaliämie
  • Neuromuskuläre Störungen
  • Kardiovaskuläre Störungen
Folsäure Abfall des Folsäurespiegels
  • Anorexie, Blässe, Depressionen, Schwäche, Vergesslichkeit
  • Risiko von Neuralrohrdefekten während der Schwangerschaft
  • Beeinträchtigung der Erythropoese und Entstehung einer perniziösen Anämie, Thrombozytopenie, Leukopenie, Hyperhomocysteinämie
  • Erhöhtes Schlaganfallrisiko durch Anstieg von Homocystein im Blut
  • Erhöhtes Risiko für Demenzerkrankungen und Polyneuropathien
  • Glossitis, Stomatitis, Schleimhautatrophie im GIT und Urogenitaltrakt
Zink Abfall des Zinkspiegels
  • Wundheilungsstörungen, Haarausfall, brüchige, weißfleckige Nägel
  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Konzentrationsstörungen, Hyperaktivität, Depressionen

Empfohlene Supplementierung

Arzneistoff Empfohlene Supplementierung Dosierung
Triamteren Folsäure 0,4-1 mg/d p.o.
Alle Zink 20 mg/d p.o.

Besondere Einnahmehinweise

Einnahmemodus
Spironolacton Keine Selbstmedikation mit Kalium! Bei gleichzeitiger Einnahme von ACE-Hemmern und AT1-Antagonisten erhöht sich das Hyperkaliämierisiko deutlich.
Folsäure Eine Kombination mit einem B-Komplex ist zu empfehlen.

Referenzen

Referenzen

Ben Salem, C. et al. 2014. Drug-induced hyperkalemia. Drug Saf. 37(9):677-92. doi: 10.1007/s40264-014-0196-1.

Gröber, U. Mikronährstoffe: Metabolic Tuning –Prävention –Therapie, 3. Auflage. Stuttgart: WVG Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 2011.

Gröber, U. Arzneimittel und Mikronährstoffe: Medikationsorientierte Supplementierung, 3. aktualisierte und erweiterte Auflage. Stuttgart: WVG Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 2014.

Stargrove, M. B. et al. Herb, Nutrient and Drug Interactions: Clinical Implications and Therapeutic Strategies, 1. Auflage. St. Louis, Missouri: Elsevier Health Sciences, 2008.

Tubek, S. 2006. Differences in selected zinc metabolism parameters in obese and normal-weight hypertensive patients following treatment with spironolactone. Biol Trace Elem Res. 114(1-3):135-41. doi: 10.1385/BTER:114:1:135.
Zimmerman, J. et al. 1986. Competitive inhibition of folic acid absorption in rat jejunum by triamterene. J Lab Clin Med. 108(4):272-6.

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