Löwenzahn

Synonym(e): Taraxacum officinale
Nährstoffgruppe: Pflanzliche Extrakte & Wirkstoffe

Vorkommen und physiologische Effekte

Vorkommen in der Nahrung
Der gewöhnliche Löwenzahn (Taraxacum) ist eine Gattung aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Er stammt ursprünglich aus Westasien und Europa und ist heute auf der gesamten Nordhalbkugel verbreitet. Aufgrund des hohen Anteils an Bitterstoffen wird er in der traditionellen Pflanzenheilkunde wegen seiner verdauungsfördernden Wirkung geschätzt. In der Nahrung kommt Löwenzahn in Form von Honig und honigähnlichem Sirup vor. Junge Blätter werden auch für Salate genutzt.
 
Physiologische Effekte
Leberstoffwechsel
  • Anregung der Gallebildung
  • Förderung der Galleentleerung
  • Antikanzerogene Wirkung auf Leberzellen

Besondere Informationen

Löwenzahn mit gallenwirksamen Bitterstoffen
Löwenzahn (Taraxacum officinale) zählt zu den Phytodrogen, bei denen starke choleretische (gallebildende) und cholagoge (gallenentleerende) Wirkungen nachgewiesen wurden. Die enthaltenen Bitterstoffe stimulieren die Gastrin-, Gallen- und Pankreassekretion, wodurch die Verdauungsprozesse generell angeregt und gefördert werden (1). Löwenzahn zeigt außerdem hemmende Effekte auf Lebertumorzellen und eine Erhöhung des Tumor-Nekrose-Faktors (2) (3).

Einnahme

Allgemeiner Einnahmemodus
 
Wann
 
Löwenzahnextrakt sollte zwischen den Mahlzeiten eingenommen werden.

Hinweis:
  • Zur Anregung der Gallensekretion sollte Löwenzahnextrakt eine Stunde vor den Mahlzeiten eingenommen werden.
Nebenwirkungen
Nach aktuellem Kenntnisstand sind keine Nebenwirkungen bekannt.
 
Kontraindikationen
Nach aktuellem Kenntnisstand sind keine Kontraindikationen bekannt.

Interaktionen

Interaktionen mit Arzneimitteln
Keine Nach aktuellem Kenntnisstand sind keine relevanten Wechselwirkungen bekannt.
Interaktionen mit anderen Nährstoffen
Keine Nach aktuellem Kenntnisstand sind keine relevanten Wechselwirkungen bekannt.

Referenzen

Referenzen

1) Wagner, H., Wiesenauer, M. 2003. Phytotherapie. Phytopharmaka und pflanzliche Homöopathika.
2) Koo, H. N. et al. 2004. Taraxacum officinale induces cytotoxicity through TNF-alpha and IL-1alpha secretion in Hep G2 cells. Life Sci. 74(9):1149-57.
3) Yoon, J. et al. 2015. Novel TRAIL sensitizer Taraxacum officinale F.H. Wigg enhances TRAIL-induced apoptosis in Huh7 cells. Molecular Carcinogenesis. 55(4):387-396.

Referenzen Interaktionen
Stargrove, M. B. et al. Herb, Nutrient and Drug Interactions: Clinical Implications and Therapeutic Strategies, 1. Auflage. St. Louis, Missouri: Elsevier Health Sciences, 2008.
Gröber, U. Mikronährstoffe: Metabolic Tuning –Prävention –Therapie, 3. Auflage. Stuttgart: WVG Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 2011.
Gröber, U. Arzneimittel und Mikronährstoffe: Medikationsorientierte Supplementierung, 3. aktualisierte und erweiterte Auflage. Stuttgart: WVG Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 2014.

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