Diarrhoe (Durchfall)

Mikronährstofftherapie

Stärkung der mukosalen Immunabwehr

Eine gezielte Kolostrumsupplementierung kann gegen Diarrhoe unterschiedlicher Genese schützen. Gut dokumentiert ist der Einsatz von Kolostrum bei HIV-assoziierten Durchfällen sowie als Schutzfaktor gegen eine Vielzahl an diarrhoeauslösenden Bakterien. Dies ist auf den hohen Gehalt an Immunglobulinen zurückzuführen, die sowohl die eigene Immunabwehr unterstützen als auch das Bakterienwachstum direkt unterbinden können. Eine Schädigung der Darmschleimhaut, die als Nebenwirkung bei bestimmten Medikamentengruppen (z.B. NSAR) auftritt, wird durch den begleitenden Einsatz von Kolostrum abgemildert.

Lentinian, die bioaktive Beta-Glukanfraktion des Medizinalpilzes Shiitake (Lentinus edodes), gilt als effizienter Stimulator des Immunsystems. Es verbessert die Ausschüttung von Immunglobulin IgA auf den Schleimhautoberflächen, erhöht die Bildung von monozytenspezifischen T-Zellen und intensiviert die zytotoxische Wirkung der Makrophagen gegenüber Bakterien und Viren. Beeindruckend sind die Ergebnisse, die den positiven Einfluss auf die Darmflora dokumentieren. So kann Shiitake das Wachstum von probiotischen Bifidobakterien und Laktobakterien steigern, wodurch wiederum die darmassoziierte Immunabwehr aktiviert wird.

 

Darmflora aufbauen
Probiotische Bakterienstämme können die Fremdbesiedlung der Darmschleimhaut mit pathogenen Keimen reduzieren und deren Wachstum einschränken. Dadurch zeigen sie bei allgemeinen Durchfallerkrankungen und viren- und antibiotikainduzierten Durchfällen eine hohe Effizienz sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern.
 
Mit Pflanzenextrakten die Darmschleimhaut regenerieren

Grünteeextrakt kann durch seine adstringierende Wirkung die Permeabilität der Darmmukosa für Antigene verringern und das Eindringen von Antigenen und pathogenen Keimen verhindern.

Salbei wirkt sich aufgrund der krampflösenden und antibiotischen Wirkung seiner Gerb- und Bitterstoffe sowie ätherischen Öle positiv auf den Gastrointestinaltrakt und Entzündungen der Schleimhäute aus.

Zink und Vitamin C sind ebenfalls eng mit Immun- und Heilungsprozessen assoziiert und fördern die Wiederherstellung einer gesunden Darmmukosa.
 

Nährstoffe für eine gesunde Darmschleimhaut
Für die Erhaltung eines gesunden Darms und um Fehlbesiedlungen zu vermeiden, ist die Supplementierung mit Mikronährstoffen sinnvoll, die für die Aufrechterhaltung der Mukosa wichtig sind. Die bedingt essentielle Aminosäure L-Glutamin spielt eine zentrale Rolle beim Aufbau und der Erhaltung von Zellsystemen. Zellen mit hohen Teilungsraten, wie die Zellen des Immunsystems und die Mukosazellen des Dünndarms, sind obligat auf eine ausreichende Versorgung mit Glutamin angewiesen. Die Mukosazellen verstoffwechseln rund 70 % des aufgenommenen Glutamins, wodurch diese Aminosäure zu einem unentbehrlichen Nährstoff für die Aufrechterhaltung der intestinalen Permeabilität wird.
Neuropathische und unspezifische Diarrhoe
Zeolith zeigt sehr positive Effekte bei verschiedenen Durchfallerkrankungen. Studien zeigen insbesondere bei Diabetikern mit neuropathischem Durchfall sowie Personen mit Lebensmittelvergiftung hochsignifikante Verbesserungen der Durchfallsymptomatik.

Laboruntersuchung

Mögliche Laboruntersuchung (Labor GANZIMMUN) Detailinformation
IgG-/IgG4-Antikörper im Serum Abklärung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten Allergo-Screenkonzept
Diaminoxidase (DAO) im Serum und Histamin im Stuhl Abklärung einer Histaminunverträglichkeit Histaminintoleranz
H2-Atemtest Zuverlässige und nicht invasive
Methode zur Ermittlung von Fruktose-, Laktose- und Sorbitintoleranzen
 
H2-Atemtest mit Glukose Provokationstest mit anschließender Atemgasanalyse zum Nachweis eines Overgrowth-Syndroms  
PräScreen Darm Einstiegsdiagnostik bei unklaren Abdominalbeschwerden PräScreen-Test
Verdauungsrückstände im Stuhl Quantitativer Nachweis von Fett, Stärke, Stickstoff, Wasser und Zucker im Stuhl zur Untersuchung der physiologischen Dünndarmflora  
D-Arabinitol Sensitiver Marker zur Detektion eines übermäßigen intestinalen Hefewachstums D-Arabinitol
Intestinales Mikrobiom Genetische Methode zur Analyse der kompletten Darmflora  
Mukosaprotektive Flora Darmbakterien Akkermansia muciniphila und Faecalibacterium prausnitzii  
Kurzkettige Fettsäuren im Stuhl Buttersäure, Essigsäure und Propionsäure Vom intestinalen Mikrobiom gebildete Energielieferanten-
Bakterielle Stoffwechselaktivität Beta-Glukuronidase im Stuhl  
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